02.04.2019 – 20:45 Uhr – FC Augsburg – RB Leipzig – DFB-Pokal Viertelfinale

Nachdem ich das Geschehene ein paar Tage habe sacken lassen, werde ich das Ganze im Folgenden aufarbeiten. Wahnsinn, was war das für ein Match…aber von vorne.

Wir trafen uns mit ca. 30-40 Mitfahrern an der Red-Bull Arena. Unser Fanclub war diesmal sehr gut vertreten. Klasse, und das für einen Wochentag. Von mir einen Daumen hoch. Nachdem alles verstaut war und jeder seinen Platz eingenommen hatte, starteten wir um 13:45 Uhr zum 2. Mal in dieser Saison nach Augsburg. Eins war uns von vornherein klar, dass Spiel endet nicht, wie die Punktspiele, 0:0. 😊

Nach 2 Pausen, an denen von uns oft angesteuerten Parkplätzen/Raststätten trafen wir um ca. 19:30 Uhr am Stadion ein. Einen Lacher gab es gleich bei der Zufahrt zum Parkplatz, wir wurden von den Ordnern befragt ob wir Problemfans bzw. Fans der Kategorie C sind…Anmerkung der Bus hat an der Vorderseite ein großes Rollstuhlschild und von Andrea der blaue Parkausweis lag auch in der Scheibe. Unsere kurze Antwort, wir sind keine Problemfans, haben nur alle ein Problem, bezugnehmend auf unsere Behinderungen. Nachdem wir die Ordner überzeugen konnten, dass wir ganz harmlose RB Fans sind, wurde uns die Zufahrt zum Parkplatz erlaubt. Ein Plätzchen für den Bus war schnell in der Nähe des Eingangs gefunden. Beim aussteigen konnten wir schon die Pfiffe der Zuschauer vernehmen, was darauf hindeutete, dass sich unsere Jungs anfangen warm zu machen.

Pünktlich nahmen wir Rollifahrer mit unseren Begleitpersonen unsere Plätze in Block 15 ein, der unmittelbar in der Nähe des Gästeblocks liegt.

Zum Spielbeginn zeigte unser Fanblock eine tolle Choreo: „Ihr macht Auge auf den Cup? Doch heute macht nur einer schnapp!“ (in der Choreo umklammert ein Krokodil den DFB-Pokal) Lustig gemacht!

Zum Spiel: Überraschungen gab es bereits in der Aufstellung. Tyler und Forsberg gar nicht im Kader. Haidara nur auf der Bank, dafür Bruma für mich überraschend in der Startformation. Auf Augsburger Seite traf RB auf einige alte Bekannte. Mit Khedira und Teigl standen 2 ehemalige RB Spieler in der 1. Elf der Augsburger.

Die 1. Halbzeit kleckerte so dahin, mit leichtem Übergewicht für die Gastgeber und so ging die 5. Halbzeit (!) in Folge, zwischen den beiden Teams 0:0 aus.

In der 2. Halbzeit übernahm RB immer mehr das Heft in die Hand und kam zu Chancen. In der 62. Minute wechselte RR Haidara für Bruma ein und brachte damit mehr Schwung in das offensive Spiel. In der 74. Minute war es der zuvor eingewechselte Haidara, der Timo mit einem Traumpass in Richtung Tor schickte. Diese Chance nutzte Timo zum viel umjubelten 1:0. Die Leipziger Fans waren sich einige, das Ergebnis bringen wir die letzten Minuten über die Runden, da von Augsburg zu dieser Zeit nicht viel kam. In den folgenden Minuten leerte sich das Stadion zunehmend, selbst die Heimmischen Fans glaubten nicht mehr daran, dass das Spiel nochmal eine Dramatische Wendung bekommt. In der 4. Minute der Nachspielzeit, der eigentlich 3 angezeigten Minuten, spielte der junge Marco Richter eine Zuckerflanke auf den eingewechselten Finnbogason, der Augsburg mit dem Tor zum 1:1 doch noch in die Verlängerung brachte und den Traum vom Halbfinale am Leben behielt.

Zum Anfang der Verlängerung füllte sich das Stadion zunehmend wieder. Ein Leipziger Fan, den ich in der Halbzeit kennengelernt habe, sagte mir er war schon am Auto, als er die Augsburger Fans Jubeln hörte und postwendend ins Stadion zurückkehrte, so ging es bestimmt einigen Fans.

In der Verlängerung traute sich keiner so richtig Risiko einzugehen, als sich alle schon auf das Elfmeterschießen eingestellt hatte, hatte aber ein Augsburg Spieler etwas dagegen. Michael Gregoritsch hatte das dringende verlangen den Ball im Strafraum mit der Hand zu spielen, so dass dem Schiedsrichter keine andere Wahl blieb, als auf den Elfmeterpunkt zu zeigen. Nachdem sich die Spieler besprochen hatten, nahm Halste die Verantwortung auf sich. Er versengte sicher den Ball im Augsburger Tor. Kurze Zeit später, war das Spiel zu Ende und die Freude kannte keine Grenze. Der bisher größte Erfolg der noch jungen Vereinsgeschichte. RB steht im Halbfinale des DFB-Pokals! Im Halbfinale trifte die Mannschaft auf den ehemaligen Bundesliga-Dino, den HSV, aktuell auf einem Aufstiegsplatz in der 2. Liga.

Nachdem die Mannschaft in der Kurve war und wir unsere Nerven beruhigt hatten, ging es gegen 0 Uhr, wieder Richtung Heldenstadt, die wir kurz nach 5 Uhr erreichten.

Nun ist nur noch pure Vorfreude auf das Halbfinale.

Rot-Weiße Grüße

Jens

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