18.05.2019 – 15:30 Uhr – SV Werder Bremen – RB Leipzig

Wir schreiben den 18.05.2019 noch genau 7 Tage bis es zum Showdown und dem bisher größten Spiel der 10-jährigen Vereinsgeschichte, im Berliner Olympiastadion, kommt. Das DFB-Pokalfinale gegen den FC Bayern München, aber erstmal ging es zur Generalprobe, zum letzten Punktspiel der Saison, zum SV Werder Bremen.

Um 8 Uhr trafen wir uns, an gewohnter Stelle, vor unserer Heimspielstätte um mit ca 40-50 Mitfahrer in Richtung Bremen zu starten. Die Unified Bulls waren wieder sehr gut vertreten, zu erwähnen ist, für Mike und seine Frau war es das 1. Auswärtsspiel. Meine Sucht nach Auswärtsfahrten startete übrigens vor 3 Jahren ebenfalls in Bremen. Von den „Freunden“ war diesmal zu unserer Unterstützung, die 2 „B“ – Bianka und Birgit, dabei. Ein Dank an euch für Hilfe und Service im Bus.

Die Fahrtstrecke war identisch mit der nach Hamburg und verlief reibungslos, so dass wir entspannt unsere Pausen einlegen konnten und gegen 14:30 Uhr Bremen erreichten. Parkplatz war auch schnell gefunden. Also nichts wie rein ins Weserstadion. Unsere Rolli-Plätze lagen, genau an der Eckfahne, unterhalb des Gästeblockes, der mit ca. 3500 RB Fans gefüllt war. So nah am Spielfeld ist man u.a. noch in Dortmund. Man kann förmlich den Schweiß der Spieler riechen. 😊 Der einzige Nachteil bei diesen Plätzen ist: Man kommt als Rollstuhlfahrer an keinen Imbissstand, da diese im Oberrang liegen und man benötigt immer jemanden der einen mit Essen und Trinken versorgt. Und da ist das nächste Problem, wie es mittlerweile in vielen Bundesligastadien gang und gebe ist, benötigt man auch in Bremen eine Bezahlkarte. Also Karte besorgen, mit Geld aufladen und nachdem Spiel Karte wieder zurückgeben und Restgeld wieder auszahlen lassen. Was für Heimfans ja eine garnicht mal so schlechte Sache ist, ist für Auswärtsfans, die jedes Jahr einmal im Stadion sind, sehr unpraktisch. Kann man nicht einheitliche Bezahlkarten für die ganze Bundesliga einführen? Im heutigen Zeitalter der Technik, könnte ich mir gut vorstellen, dass es da Möglichkeiten gibt.

So genug „aufgeregt“. 😉

Zum Spiel: RR warf die Rotationsmaschine an und schickte seine vermeintliche „B“ Elf aufs Spielfeld. Gegenüber dem Bayern Spiel, vor einer Woche, waren 10 (!) Positionen neu besetzt. Da Werder noch gute Chancen auf einen Europa League Platz hat, wird das Ihren Konkurrenten (u.a. Hoffenheim, Frankfurt, Hoffenheim, Wolfsburg) um diese Plätze, nicht ganz so gut gefallen haben.

In der 1. Halbzeit mussten sich die Mannschaften erstmal auf einander einstellen. Dafür das RB komplett durch gewürfelt war, sah es garnicht mal so schlecht aus. Man merkte, dass sich die „Ersatzspieler“ für die 1. Elf anbieten möchten. Und so musste auch ein Elfmeter (in der 35. Minute), der in die Kategorie fällt „Kann man geben, muss man aber nicht.“ mehr Spannung ins Spiel bringen. Upa hatte im Strafraum, mit gestrecktem Bein, versucht einen Torschuss zu verhindern. Rashica verwandelte sicher vom Punkt, zum 1:0 für Werder. Mvogo hatte zwar die Ecke, aber gegen den platziert getretenen Strafstoß, keine Chance. So ging es mit einem 1:0 in die Pause.

Zu Beginn der 2. Halbzeit setzte RB alles daran, den Ausgleich zu erzielen. In der 54. Minute gab es dazu gleich eine Chance. Bruma trat zum Elfmeter an und traf eher die Taube auf dem Stadiondach, als das Tor. Unterhalb der Woche gab es erste Gerüchte, dass Bruma nächste Saison zu Galatasaray Istanbul wechselt. Man darf gespannt sein. Danach entwickelte sich weiterhin ein offener Schlagabtausch. RB brachte mit den eingewechselten Forsberg und Yussi mehr Tempo ins Angriffsspiel und so erzielte Mukiele in der 86. Minute – aus leicht abseitsverdächtiger Position – den längst überfälligen Ausgleich. Als sich alle schon auf ein 1:1 eingestellt hatten, schlug die „Legende“ – Claudio Pizarro zu und erzielte in der 88. Minute, dass 2:1. Vor dem Spiel wurde bekannt, dass er mit über 40 Jahren noch ein weiteres Jahr bei Werder dranhängt. Davor kann man nur den Hut ziehen.

Da ist sie nun die 1. Pflichtspielniederlage seit dem 19.01.2019, damals wurde das Heimspiel gegen den BVB verloren. Dies hat wahrscheinlich von den mitreisenden RB Fans niemanden wirklich interessiert, viel zu groß ist die Vorfreude auf das Pokalfinale.

Wie man so schön sagt: „Generalprobe schief gegangen, dann wird die Kür um so besser.“   

Rückfahrt verlief wie gewohnt entspannt und so passierten wir gegen 23 Uhr das Ortseingangsschild von Leipzig.

Nun wünsche ich euch ein schönes Pokalfinale und alle schön die Daumen drücken.

Rot-Weiße Grüße

Jens

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