25.05.2019 – 20:00 Uhr – DFB-Pokalfinale – RB Leipzig – FC Bayern München

Da ist er nun der Tag der Tag…der größte Tag der Vereinsgeschichte…der Tag, über den die RB Fans schon seit Wochen reden…der absolute Showdown…das DFB-Pokalfinale in Berlin gegen die Bayern.

Der Vormittag begann schon aufregend. Maik rief mich an und berichtete mir, dass heute der Bericht über ihn und mir in der Mitteldeutschen Zeitung (MZ) steht und das an den Verkaufsstellen der MZ mit dem Bericht, auf einem Aushang, Werbung gemacht wurde. (Unter der Woche traf ich mich mit einem Reporter der Mitteldeutschen Zeitung, der einen Bericht über den Inklusionsbereich von RB schreiben wollte.) Also 1. Aufgabe war: Wo bekomme ich eine MZ her? Idee war schnell gefunden. Auf dem Weg zum Stadion, wurde erstmal ein kurzer Zwischenstopp am Hauptbahnhof eingelegt und die Zeitungsläden nach einer MZ abgeklappert. In einem Laden erstanden wir gerade noch die Letzte.

Weiter ging es bei Sonnenschein zum Stadion, wo wir uns um 13 Uhr mit ca. 100 Fans aus dem Inklusionsbereich, die auf 2 Bussen des Busunternehmens Kaltofen verteilt waren, trafen. Unser Fahrer Patrick hatte schon einen Lautsprecher vor dem Bus positioniert, aus dem RB Fanlieder klangen. Die Stimmung war natürlich schon prächtig.

Nachdem die letzten Ungereimtheiten bei der Sitzverteilung geklärt waren und der Bus beladen war starteten wir gegen 14 Uhr nach Berlin. Auf der Fahrt wurde sich weiter musikalisch auf das Spiel eingestimmt. Ohne größere Verzögerungen erreichten wir gegen 16:30-17 Uhr Berlin. Vor dem Olympiastadion wurden wir vom „Freund und Helfer“ in eine Terrorabsperrung (!?) geleitet, wo wir natürlich mit dem Bus nicht durch kamen…ohne Worte. Also war wenden angesagt und einen neuen Weg suchen. Dieser war schnell gefunden, so dass wir bis vor das Stadion fahren konnten. Vor Ort noch schnell andere befreundete Fans begrüßt, die auf anderen Wegen nach Berlin kamen und auf ging es in den Ort des Geschehens.

Das Stadion öffnete um 17 Uhr und füllte sich allmählich und die Organisatoren begannen mit dem Rahmenprogramm. So wurde u.a. der DFB-Pokalsieger der U19, der VfB Stuttgart, gekürt. Der VfB setzte sich am Vortag gegen unsere U19 mit 2:1 durch. Teil 1 des Finalwochenendes von RB ging schon mal verloren. Des Weiteren wurde der Weg beider Teams ins Finale auf der Leinwand gezeigt. Es war dabei ersichtlich, dass RB lockerer ins Finale eingezogen ist. Bayern tat sich gegen vermeintlich leichtere Gegner, sehr schwer und hat das Halbfinale nur durch einen „Duselelfer“ gewonnen.

Dann war es endlich so weit, dass Spiel rückte näher und unser Stadionsprecher Tim Thoelke trat vor die RB Kurve, verlass die Mannschaftsaufstellung, wie bei einem Heimspiel und heizte das Publikum an. Das gleiche Szenarium gab es natürlich auch vor der Bayern Kurve. Hier heizte Stephan Lehmann die „Massen“ ein.

Pünktlich zum Spielbeginn präsentierten die Fankurven Ihre tollen Choreos.

 Zur Aufstellung: RB spielte in einem 4-2-2-2 System mit folgender Aufstellung: Gulácsi – Halste; Orban; Klostermann; Konaté – Kampl; Adams – Forsberg; Sabi – Yussi; Timo.

Bayern spielte in Ihrem bekannten 4-2-3-1 System mit folgender Aufstellung: Neuer – Süle; Hummels; Alaba; Kimmich – Martinez; Alcántara – Coman; Müller; Gnabry – Lewandowski.

RB hielt von Anfang an gut dagegen und erarbeitete sich sogar ein leichtes Übergewicht und ließ Bayern selten in die Nähe des eigenen Tores und kam selbst zu den ersten Chancen. So zwang Yussi, in der 11. Minute, mit einem tollen Kopfball, nach einem Eckball, Torhüter Neuer zu einer Glanzparade. Weitere Chancen vergaben Timo in der 24. Minute und Sabi in der 27. Minute gute Chancen. In der 29. Minute kam es so wie es kommen musste…nach dem Motto: „Wenn du sie vorne nicht rein machst, bekommst du sie hinten.“…Alaba konnte, unbedrängt, von der linken Seite flanken und Lewandowski köpfte im Rückwärtslaufen, unhaltbar für Peter, ein. RB war geschockt und Bayern kam immer besser ins Spiel und kam demzufolge zu weiteren Chancen, so in der 41. Minute als Coman das leere Tor nicht traf oder in der 45. Minute als Hummels am toll reagierenden Peter scheiterte. So ging es mit einem etwas Schmeichelhaften 0:1 in die Kabine.

Die 2. Halbzeit begann wie die Feuerwehr, erst vergab Thiago für Bayern, dann lief Emil in der 48. Minute allein auf Neuer zu und scheiterte an der deutschen Nummer 1. In jedem anderen Spiel schlägt Emil vor dem Torwart ein Harken und schiebt den Ball dann ins leere Tor. Man darf gar Nicht dran denken, wie das Spiel weitergelaufen wäre, wenn es 1:1 steht. In der 49. Minute scheiterte Werner am sehr gut aufgelegten Neuer. RB war nach der Pause näher am 1:1, als Bayern am 0:2. Nach der offensiven Phase unserer Elf, befreite sich Bayern wieder etwas und kam selber wieder zu guten Chancen. So wie in der 62.; 63. und 68. Minute. Sie scheiterten entweder am eigenen Unvermögen oder am gut aufgelegten Leipziger Torwart. In der 70. Minute wechselte RR Upa für Willi ein, also ein Abwehrspieler für einen Abwehrspieler…beim Stande von 0:1….20 Minuten vorm Ende. Was er sich bei dieser Auswechslung gedacht hat, bleibt sein Geheimnis. Wie sich dann zeigte stellte RB von 4er auf 3er Abwehrkette um, um mehr Möglichkeiten in der Offensive zu haben. Klingt zwar plausibel, aber ein weiterer neuer Spieler für die Offensiv hätte in dem Moment wahrscheinlich mehr gebracht. RB musste nun einerseits mehr in den Angriff investieren, anderseits aber auch ein weiteres Gegentor verhindern. Die Auswechslung fruchtet nicht wirklich gut und so setzte sich die Routine der Bayern durch. Coman nutzt in der 78. Minute die freien Räume in der Abwehr, die sich durch die Umstellung nun zwangsläufig ergaben, um auf 0:2 zu erhöhen, was auf Grund der nur noch zwölf zu spielenden Minuten, die Vorentscheidung bedeutete. Lewandowski erhöhte mit seinem 2. Tor in der 85. Minute noch auf 0:3, was eigentlich keine große Bedeutung mehr hatte…das Spiel war zu diesem Zeitpunkt bereits entschieden. Die letzten Minuten verstrichen, ohne nennenswerte Chancen.

Wir schauten uns noch die Siegerehrung an, die allein schon den Besuch wert war.

Rückfahrt verlief reibungslos, so dass wir gegen 1 Uhr Leipzig erreichten.

Fazit: RB hat noch nicht die Erfahrung und Routine wie man solche Finals zu spielen hat. Es ist aber trotz allem ein riesen Erfolg für unsere junge Mannschaft, überhaupt diese Endspiel erreicht zu haben und für uns Fans war es ein tolles Erlebnis was in bleibender Erinnerung bleibt und wer weiß ob wir in den nächsten Jahren nicht nochmal im Finale stehen. Wenn man an das Gesetz der Serie glaubt, gewinnt nächstes Jahr RB den Pokal. Es wäre zu schön, um wahr zu sein….

…nun verabschiede ich mich in die Sommerpause und wünsche euch eine schöne Ferienzeit.

Mit rot-weißen Grüßen

Jens

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